Welche Symptome weisen auf eine Präeklampsie oder ein Hellp-Syndrom hin?

Ödeme:

Wie unterscheiden sich die Ödeme einer Präeklampsie von normalen Ödemen in der Schwangerschaft? Es kommt häufig zu Wassereinlagerungen (Ödeme) in der Schwangerschaft, das ist ganz normal. Zum Ende der Schwangerschaft lagert der Körper auf Grund von Plazentahormonen gerne Wasser ein um einen Vorrat für die Stillzeit anzulegen. Es kann auch aufgrund von Bindegewebsschwäche zu Wassereinlagerungen kommen. Das alles ist nicht bedenklich und ganz normal. Wenn die Ödeme aber zwischen der 20 – 28 Schwangerschaftswoche entstehen und sich z.B. durch ein warmes Vollbad bei 37/38 Grad Celsius nicht zurückziehen, sollten die weiteren Faktoren beachtet werden und gegebenenfalls weiter untersucht werden.Präeklampsie

Karpaltunnel-Syndrom oder kribbelnde Hände:

Das Karpaltunnel-Syndrom oder kribbelnde Hände können mit den Ödemen einhergehen. Es ist ein weiterer Hinweiß auf einen Vitalstoffmangel. Dies ist ganz leicht im Labor zu überprüfen

Eingeschränkte Blutmenge oder Hypovolämie:

Normalerweise erhöht sich im laufe der Schwangerschaft die Blutmenge um 40 -60%. Geschieht dies nicht wird der Körper inklusive der Plazenta und des Babys nicht ausreichend mit Blut und damit mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Außerdem „dickt“ das Blut ein, es besteht die Gefahr des Infarktes.

Bluthochdruck:

Wenn das Blut „eindickt“ muss der Blutdruck steigen um das dicke Blut im Körper zirkulieren zu lassen. Dies ist ein weiterer Hinweis auf eine Präeklampsie oder ein Hellp-Syndrom.

Die Blutdruckerhöhung kann auch stressbedingt sein, hier ist es wichtig die Stressoren zu erkennen und weitestgehend auszuschalten. Dies kann auch in der Praxis erarbeitet werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche sehr wirk
same Methoden die Stressresilienz zu steigern.

Proteinurie:

Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie) kann ein weiteres Symptom bei Präeklampsie oder beim Hellp-Syndrom sein. Das Eiweiße in der Schwangerschaft ausgeschüttet werden ist normal. Allerdings sollte ab Werten von 0,3 Gramm im 24 Std. Urin genauer geschaut werden.

Das Hellp-Syndrom:

Das Hellp-Syndrom ist die schwerste Komplikation der Gestose. Sie ist gekennzeichnet durch einen Untergang der Erytrozyten, einen Anstieg von Leberwerten und ein Abfallen der Blutplättchen.

Sie läuft häufig ganz untypisch von den Symptomen ab. Entweder mit kaum ausgeprägter obengenannter Symptomatik wie Ödeme, Bluthochdruck und Proteinurie oder aber sehr starken Ödemen und sprunghaften Blutdruckanstiegen. Außerdem kommt es häufig erst nach der 30. Schwangerschaftswoche zu diesen Symptomen also deutlich später. 30 % aller Hellp-Syndrome bilden sich erst nach der Entbindung aus.

Typischerweise (bei über 90% der Frauen mit Hellp-Syndrom) kommt es zu Oberbauchschmerzen, häufig mit Übelkeit und Durchfällen.

Welche Frauen sind besonders gefährdet eine Präeklampsie oder ein Hellp-Syndrom zu entwickeln?

  • Erstgebärende
  • Frauen mit angeborenen Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, Fibromyalgie oder Rheuma
  • Frauen die selbst „Gestosekinder“ waren
  • Frauen mit chron. Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Nierenerkrankungen
  • Nach IVF, ISCI oder Eizellspender (was allerdings in Deutschland nicht erlaubt ist)
  • Bei übergewichtigen Frauen
  • Mehrlingsschangerschaften

Was kann frau tun?

Wir nutzen in unserer Naturheilpraxis unser Wissen für die Behandlung der entsprechenden Grunderkrankung welche diese Schwangerschaftskomplikation begünstigen, heißt also eine Therapie von Hashimoto-Thyrioditis, Fibromyalgie, Rheuma, Diabetes, Nierenerkrankungen etc. Des weiteren wird z.B. mit einer natürlichen Kinderwunschbehandlung oder einer Gewichtsreduzierung weitere begünstigende Faktoren behandelt. Wichtig ist auch eine vorbereitende Therapie um oben genannte Symptome erst gar nicht entstehen zu lassen. Dies ist besonders für Frauen wichtig die eine weitere Schwangerschaft nach einer Gestose planen. Hier ist natürlich z.B. an eine ausreichende Versorgung der nötigen Vitalstoffe zu denke sowie an gute Fließeigenschaften des Blutes.