Im alten chinesischen Reich galt das Blut als Symbol des Lebens. Es war der Inbegriff von Lebenskraft. Bereits im 3. vorchristlichen Jahrhundert finden wir in der Neiking, einem chinesischen Arzneibuch, die ersten Hinweise über Heilanwendungen mit Blut bei unterschiedlichen Erkrankungen.

Eigenblut in seinen unterschiedlichen Anwendungen soll eine Umstimmung im Organismus hervorrufen. Wir wollen das krankhafte Geschehen umstimmen. Eigenblut ist auch eine Reiztherapie. Wir sezten einen Reiz, so dass der Körper aber auch die Psyche und der Geist reagieren muss. Er wacht auf aus seinem kranken Trott. Er besinnt sich und kehrt zurück in seine gesunde Funktion.

Seine Anwendung sind die chronischen Erkrankungen, die durch das Eigenblut wieder in einen akuten Zustand zurückgeführt werden und von dort ausheilen können. Es aktiviert das Immunsystem und andere Stoffwechselvorgänge.

Schon Goethes Mephistopheles sagte: „Blut ist ein ganz besonderer Saft“.

Unverändertes Eigenblut:

Es wird zwischen 0,1 und 3 ml Blut aus der Vene entnommen und anschliessend in den Muskel injiziert. Bei Bedarf können krankheitsbezogene homöopathische Mittel zugegeben werden. Die Eigenbluttherapie eignet sich bei vielen Formen akuter und chronischer Krankheitsprozesse.

Potenziertes Eigenblut:

Ein Tropfen Blut wird nach homöopathischen Vorschriften potenziert und zur oralen Einnahme verordnet. Diese Vorgehensweise ist besonders für Kinder und sensible Patienten geeignet.

Spagyrische Eigenbluttherapie:

Bei der spagyrischen Eigenbluttherapie wird ein Tropfen venöses Blut entnommen und mit fünf verschiedenen spagyrisch aufbereiteten Lösungen nach den Regeln der Homöopathie potenziert. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass es während dieser Form der Eigenbluttherapie zu einer seelischen Reinigung und geistigem Erkennen der Krankheitsursache kommen kann. Da sie ein gewisses Mass an Selbstreflexion voraussetzt, ist es verständlich, dass diese Therapie nicht für Kinder geeignet ist. Sie eignet sich besonders für Menschen, die sich wirklich bewusst mit sich selber auseinandersetzen wollen.

Hämoaktivierte Eigenbluttherapie nach Dr. med. Höveler:

Durch Aufbereitung des Blutes z.B. durch Elektrolyse, UV-Bestrahlung, Verschüttelung und Anreicherung mit Sauerstoff und Ozon, soll eine Freisetzung von therapeutisch hochwirksamen Ingredienzien erreicht werden. Auf diese Weise wird das Blut ein Medikament, welches stets adäquat auf die augenblickliche Situation des Patienten zugeschnitten ist.